JobSelektor

Finden Sie uns

Mit 50plus fängt das „Goldene Zeitalter“ für Jobsuchende an. Langjährige Qualifikation wird geschätzt, Reaktionen auf Bewerbungen sind euphorisch, die Gehälter entsprechen der Berufserfahrung. So wird es versprochen, so sollte es sein, das sagenumwobene Best Ager-Job-Wonderland.

Die Realität sieht leider noch anders aus. Es gibt sie, die schwarzen Löcher im Job-Universum „Bewerbung für die Generation 50plus“. Viele Bewerber sind aufgrund mangelnder Reaktionen der Unternehmen verunsichert, frustriert, erfahren sogar eine totale Bewerbungsblockade. Fest steht: Es muss ein Umdenken in den Unternehmen stattfinden.

Erste positive Signale sind aber sichtbar: Eine aktuelle Untersuchung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat festgestellt, dass bei fast 50% aller Stellen, auf die sich ein 50plus-Kandidat beworben hat, dieser auch eingestellt wurde.

Aber natürlich muss sich auch der Jobsuchende fragen: Wie bewerbe ich mich optimal für das favorisierte Jobangebot? Wie überzeuge ich das Unternehmen von meiner Kompetenz, meiner Berufserfahrung und meinen Vorteilen gegenüber jüngeren Bewerbern?

Das Experten-Team von JobSelektor hat die besten Tipps zum Thema „Bewerbung“ für Sie zusammengestellt.

Die besten Tipps

für das Bewerbungsanschreiben, den Lebenslauf und das Bewerbungsgespräch lesen Sie auf "JobSelektor 50plus".

Was gehört alles zum Bewerbungsprozess mit 50plus?

Wie können Sie sich bewerben? Beliebt sind die bekannten Jobportale, die Jobbörse von JobSelektor oder das direkte Bewerben über die Website des potentiellen Arbeitgebers. Sei es initiativ oder auf eine Stellenanzeige: Sie können sich via E-Mail, über ein vorliegendes Bewerbungsformular oder ganz old school postalisch bewerben.

Zu den wichtigsten Eckpfeiler des Bewerbungsprozesses gehören: das Bewerbungsanschreiben (oder Motivationsanschreiben), der Lebenslauf (CV), Foto, die Bewerbungs-Anhänge, das Vorstellungsgespräch, die verschiedenen Möglichkeiten des Versands einer Bewerbungsmappe.

Welche Anhänge sollten in der digitalen „Bewerbungsmappe“ enthalten sein? Zeugnisse, Referenzen, Zertifikate, Auszeichnungen. Auf Verlangen des Arbeitgebers können hinzugefügt werden: Nachweise über Fortbildungen, Kopie des Führerscheins, Kopie des Führungszeugnisses.

Zeigen Sie sich den modernen Ansprüchen gewachsen – und nutzen Sie neben der „klassischen Bewerbung“ oder der Jobbörse von JobSelektor auch alternative Methoden in Ihrer Bewerbungsstrategie, wie zum Beispiel Social Media, ein eigenes Blog, einen YouTube-Kanal, einen Podcast.

Rufen Sie Ihr Netzwerk und Ihre Kontakte ab: Arbeiten Freunde, Bekannte oder sogar Familienmitglieder in den von Ihnen favorisierten Unternehmen?

Nutzen Sie zusätzliche Foren oder Netzwerke, wie zum Beispiel die Business-Netzwerke Xing und LinkedIn, für Ihre Jobsuche?

Wie wäre es mit einer eigenen Bewerbungs-Website? Mit Content-Management-Anbietern (zum Beispiel WIX, WordPress etc) geht das auch für 50plus-Jobsuchende ohne größeren Aufwand.

Initiativ-Bewerbungen, Online-Bewerbungen und Kurzbewerbungen weichen von der klassischen Bewerbungsmappe ab. Oft stellen die Unternehmen Formulare zur Verfügung, die Sie ausfüllen können und machen konkrete Angaben zu erforderlichen Anlagen. Sollten Sie sich als Best Ager initiativ online bewerben, reicht als erster Schritt in der Regel ein Bewerbungsanschreiben inklusive Lebenslauf und Foto aus.

Bei Online-Bewerbungen, die Sie via E-Mail an das Unternehmen senden, bitte auf die Absender-Adresse achten. Hier muss der volle Klarname zu sehen sein. Also gaby.mustermann@…

Sie verzweifeln am Layout Ihrer Bewerbung, finden keine ansprechende Vorlage oder kommen mit den am Rechner installierten Möglichkeiten nicht zurecht? Diese Portale für Online-Bewerbungsmappen helfen Ihnen: About.me, Karrieresprung.de, Re.vu.

Die Bewerbungsanschreiben mit 50plus

Der klassische Aufbau eines Bewerbungsschreibens enthält: Absender/Datum, Betreffzeile, Anrede, Einleitung, Hauptteil (Selbstvermarkung, Ihre Kompetenzen), Bezug zum Unternehmen (Ihr Mehrwert für Firma), Schluss, Verabschiedung & Unterschrift, Anhänge.

Das Bewerbungsanschreiben sollte im besten Fall auf eine Seite passen, aber auf keinen Fall länger als zwei Seiten sein. Keep it short and simple!

Aufgepasst! Die Recruiter achten auf formale Kriterien wie Rechtschreibung, Interpunktion, Lücken im Lebenslauf und, klar, die Tonalität im Bewerbungsanschreiben.

Versuchen Sie Ihren Ansprechpartner, zum Beispiel in der Personalabteilung, zu ermitteln. Eine konkrete Anrede ist sympathisch, professionell und zeigt zusätzlich Eigeninitiative. Starten Sie nicht mit „Mustervorlagen“-Sätzen wie „Hiermit bewerbe ich mich …“. Seien Sie kreativ! Wecken Sie Interesse!

Der wichtigste Unterschied des Anschreibens zum Lebenslauf: In diesem „Selbstvermarktungs-Plädoyer“ erklären Sie dem Recruiter, warum der ausgeschriebene Job Ihr Traumberuf ist und das Unternehmen Sie als 50plus-Bewerber einstellen soll.

Sind Stärken, Kompetenzen und Qualifikationen detailliert und korrekt herausgearbeitet? Benutzen Sie keinen Konjunktiv, sondern vermitteln Sie gerade als 50plus-Bewerber stets ihre Überzeugung, dass Sie der perfekte Bewerber für den Job sind.

Verweisen Sie im Bewerbungsanschreiben nicht auf Ihre Berufsjahre, sondern betonen Sie Ihre Erfolge, Ihren Mehrwert. Ihre langjährige, berufliche Agenda findet der Recruiter im Lebenslauf.

Der Lebenslauf (CV) mit 50plus

Der Aufbau

Der Aufbau Ihres Lebenslaufs sollte möglichst übersichtlich sein. Wichtig: Es zählen allein die Fakten. Diese werden kurz und knapp meist folgendermaßen angeordnet: Links positionieren Sie die Zeitangaben (Jahr, Monat), rechts die zugehörigen Fakten wie Schule, Universität, Praktika oder bisher geleistete berufliche Tätigkeiten.
Die Inhalte werden antichronologisch aufgelistet – in der Regel stehen somit die aktuellsten Berufserfahrungen an erster Stelle. Dieses ist gerade für 50plus-Bewerber sinnvoll.
Sie können gerne einen tabellarischen Lebenslauf wählen.
Im Lebenslauf platzieren Sie oberhalb des Textbereichs, zum Beispiel mittig, Ihr Foto.

Der Inhalt

Die Überschrift ist simpel: Lebenslauf oder Curriculum Vitae.
Die erforderlichen persönlichen Daten umfassen: Name, Geburtstag, Anschrift (inkl. E-Mail, falls vorhanden Ihre Website/Bewerbungs-Website), Familienstand, Staatsangehörigkeit.
Können Sie als 50plus-Bewerber spezifische Qualifikationen vorweisen? Diese könnten sein: Sprachen, Weiterbildungen, Fachkenntnisse und Fähigkeiten (zum Beispiel Fremdsprachen- oder Software-/Computerkenntnisse, Workshops, Seminare). Führen Sie Weiterbildungen, die länger als zehn Jahre zurückliegen, allerdings nicht auf.
Falls vorhanden: Berufserfahrung, Auszeichnungen, Aktivitäten in Business-Netzwerken, Auslandsaufenthalte.
Vermeiden Sie Lücken im Lebenslauf!
Nutzen Sie aktive Verben, keine Passivformulierungen.
Falls der Arbeitgeber von Ihnen eine Gehaltsvorstellung verlangt, sprechen Sie diese bitte im beiliegenden Bewerbungsschreiben an.
Unterhalb des Lebenslaufs setzen Sie bitte Ort, Datum und Ihre Unterschrift.
Design

Neben den Inhalten sagt das Design des Lebenslaufs viel über Sie als 50plus-Bewerber aus. Wie professionell ist der Lebenslauf gestaltet? Ist dieser in einem einheitlichen Design gestaltet? Passt das Design zu dem ausgeschriebenen Job und dem Unternehmen? Bei einer Bank oder Versicherung ist ein schlichtes Layout angebracht; bewerben Sie sich auf einen Job in der Kreativbranche können Sie „wagemutiger“ sein. Nicht zu vergessen: Passt das gewählte Layout auch zu Ihnen?

Bitte wählen Sie durchgehend eine einheitliche Schrifttypographie.

Das Bewerbungsgespräch mit 50plus

Seien Sie als 50plus-Bewerber selbstbewusst und zeigen Sie Ihre Stärken. Vermarkten Sie sich selbst!

Verweisen Sie auf Ihr Fachwissen, Ihre langjährige Berufserfahrung, Ihr Expertentum, Ihre Kompetenz.

Und klar, Ihr Alter ist Ihr großer Vorteil. Sie müssen den Recruiter ja nicht direkt darauf hinweisen, trotzdem halten Sie für sich fest: Das ist Ihre Stärke! Zum einen arbeiten Sie effizienter und schneller als Berufsanfänger und jüngere Bewerber, zum anderen wissen Sie, resultierend aus Ihrer Berufserfahrung, bereits um eventuell auftauchende Probleme. Resultat: Sie vermeiden aufgrund ihrer Kompetenz und Erfahrung Fehler, im Arbeitsprozess gibt es keine Unterbrechungen, die Produktivität steigt.

Was noch alles für Sie spricht? Über Jahre entwickelte Soft-Skills. Kaum noch Beeinflussungen durch das Privatleben (Kinder, Immobilienpläne, Partynächte etc). Emotionale Stabilität. Problemlösungskompetenz. Ein ruhige, konzentrierte Arbeitsweise in Krisensituationen. Empathie. Soziale Kompetenz.

Und ja, betonen Sie, dass Ihnen Teamarbeit liegt.

Ganz wichtig: Seien Sie authentisch.

Bereiten Sie sich intensiv und gründlich auf das Bewerbungsgespräch vor und überzeugen Sie mit Fach- und Hintergrundwissen sowohl zu der ausgeschriebenen Stelle als auch zu den jeweiligen Unternehmen. Merken Sie dich die Namen Ihrer Gesprächspartner.

Schalten Sie während des Bewerbungsgesprächs das Handy aus und: Sehen Sie nicht auf die Uhr.

Viele sind vor dem nahenden Bewerbungsgespräch ratlos: Wie spreche ich mein Gegenüber an, egal ob Recruiter, Geschäftsführer oder Abteilungsleiter? Die Umgangsformen in Unternehmen sind unterschiedlich. In vielen StartUps herrscht eine lockere Atmosphäre, es wird geduzt. In der Regel ist aber als Anrede das „Sie“ üblich. Wichtig: Zu allen Angestellten, die Sie vor und nach dem Vorstellungsgespräch in Kontakt treten, sind Sie grundsätzlich freundlich. Sie haben noch keinen Einblick in das Unternehmen und können nicht wissen, ob nicht zum Beispiel der/die Angestellte am Empfang nach einem ersten Eindruck von Ihnen gefragt wird.

Zu Ihrem Auftreten/Erscheinungsbild beim Bewerbungsgespräch: Haben Sie das richtige Outfit gewählt? Auch hier gilt: Informieren Sie sich –gerade als 50plus-Bewerber- vorab über das Unternehmen. Beispiel: Bei einem jungen StartUp oder einer Fitnesskette wäre ein konservatives Outfit wie Anzug inklusive Krawatte unangebracht, bei einer Bank Pflicht. Ein zur Branche passendes Outfit zeigt darüber hinaus, dass Sie sich gut auf das Vorstellungsgespräch und das Unternehmen vorbereitet haben.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch die Körpersprache und das Auftreten – also die nonverbalen Signale. Auch mit 50plus gilt: Der erste Eindruck zählt! Vermeiden Sie eine gebeugte Haltung – also: Brust raus, Rücken gerade. Begrüßen Sie mit einem festen Händedruck, verschränken Sie grundsätzlich nie die Arme und halten Sie während des Vorstellungsgesprächs stets Blickkontakt. Lächeln Sie! Treten Sie selbstbewusst auf, aber nicht überheblich selbstsicher oder zu cool. Überzeugen Sie mit einem ruhigen Auftreten während des Bewerbungsgesprächs. Benutzen Sie bitte nur dezent ein Parfüm, checken Sie die „Funktionsfähigkeit“ Ihres Deos und verzichten Sie auf knoblauch- bzw. zwiebelhaltige Gerichte am Vortag.

Diese Themen sollten Sie im ersten Vorstellungsgespräch nicht ansprechen: Urlaubstage, Weihnachtsgeld, mögliche Vergütungen. Ihr Privatleben. Negative Erfahrungen in vorangegangenen Jobs. Smalltalk über ehemalige Kollegen und ihre Chefs. Sollte dennoch bereits im ersten Gespräch nach Ihren Gehaltsvorstellungen gefragt werden, ist eine gute Vorbereitung von Vorteil: Wie ist das branchenübliche Gehalt für die Altersklasse 50plus, wie sind die Rahmenbedingungen: Stadt/Land, Größe des Unternehmens, Ihre Qualifikationen.

Arbeiten Sie vorab Ihre eigenen Stärken und Schwächen heraus. Lesen Sie vor dem Bewerbungsgespräch erneut Ihre eigene Bewerbung auf den Job.

Notieren Sie auf einem Merkzettel Ihre wichtigsten Fragen zum Job. Zeigen Sie während des Bewerbungsgesprächs deutlich Interesse an dem Unternehmen und dem Job – stellen Sie (unter anderem Ihre vorbereiteten) Fragen wie „Was sehen Sie als größte Herausforderung der ausgeschriebenen Stelle?“. Oft werden Sie gegen Ende des Bewerbungsgesprächs von den Personalern gefragt, ob sie weitere Fragen haben. Bejahen sie dieses. Fragen Sie! Aber: Halten Sie keine langen Monologe. Versuchen Sie nicht, Ihre Nervosität mit sinnlosen Ausführungen zu überspielen. Personaler mögen kurze, knappe und auf den Punkt gesetzte Antworten.

Sprechen Sie klar und deutlich im Bewerbungsgespräch.

Anreise: Hier sollten Sie genug Zeit einplanen. Züge und öffentliche Verkehrsmittel können ausfallen oder sich verspäten; fahren Sie mit dem Auto an, könnte ein Stau Ihnen Probleme bereiten.

Übernachtungskosten: Sollte aufgrund der Entfernung und eines frühmorgendlichen Termins Kosten für eine Übernachtung hinzukommen, fragen Sie das Unternehmen, ob es diese Unkosten, zumindest anteilig, übernimmt.

Was Sie mitnehmen sollten: Ihre Bewerbung, Kopie der Stellenanzeige, Stift, Einladung für das Vorstellungsgespräch, Handy (zur Erreichbarkeit, falls sich etwas verschiebt)

Diese Fragen können Sie in einem Bewerbungsgespräch als 50plus-Bewerber erwarten:

Warum sind Sie die geeignete Person für diesen Job?

Warum sollten wir ausgerechnet Sie einstellen?

Was sind Ihre Mehrwerte mit 50plus gegenüber jüngeren Bewerbern?

Warum haben Sie sich genau auf diesen Job beworben?

Wie sind Sie auf diesen Job aufmerksam geworden?

Welchen Mehrwert können Sie unserem Unternehmen bieten?

Wo sehen Sie Ihre Stärken?

Welche Idee würden Sie als erste in Ihrem neuen Job initiieren und umsetzen?

Wo sehen Sie sich in drei bzw fünf Jahren?

Sind Sie flexibel bei den Arbeitszeiten?

Sind Veränderungen für Sie ein Problem?

Haben Sie schon einmal in größeren Teams gearbeitet?

Haben Sie schon in einer leitenden Position gearbeitet?

Das könnte Sie auch interessieren

2018/08/29 - Blog

Karrieresprung mit JobSelektor: Beratung auf höchstem Niveau

In den hellen und großen Büroräumen in Leinfelden-Echterdingen bietet das kleine aber feine vier Personen-Team bestehend aus Jasmin Albrecht, Catrin Schmidt, Yvonne Wolf und Markus Munz ein ganz persönliches Beratungsangebot für alle an...

Beitrag lesen
2018/06/12 - Blog

Aktuelle Studie: Jobsuchende der Generation 50plus fordern mehr Service

Die aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt: Rund eine halbe Million Arbeitslose sind 55 Jahre und älter – und diese Generation hat es deutlich schwerer als jüngere...

Beitrag lesen
2018/05/24 - Blog

Aufbau, Inhalt, Design: So gestalten Sie einen professionellen Lebenslauf!

Sie gehören zur Generation 50plus? Dann werden Sie beim Verfassen des Lebenslaufs, auch CV genannt, mit einigen Herausforderungen konfrontiert.

Beitrag lesen

Kontakt

JobSelektor GmbH & Co. KG

Esslinger Str. 7
70771 Leinfelden-Echterdingen
Deutschland

  +49 (0) 711 787 866-0
  info@jobselektor.de
  Anfahrt (Google Maps)

  Schreiben Sie uns: 

Zur Jobbörse

Mehr Kontaktmöglichkeiten sowie rechtliche Informationen finden Sie in unserem Impressum. Bitte beachten Sie ebenfalls unsere Datenschutzbestimmungen sowie unsere Hinweise zu Verwendung von Cookies und personenbezogenen Daten.